Samstag, 27. August 2011

Fotowochende auf der Harzer Schmalspurbahn


2. Überholung in Steinerne Renne: Mallet 99 5902
Originally uploaded by jott_be

... und was dabei herausgekommen ist - mehr dazu auf flickr (einfach auf das Bild klicken!).

Freitag, 25. Februar 2011

Reinigungsmittel im Modellbau

ACHTUNG: hier geht es NICHT darum, wie man seinen Hobbyraum am besten sauberhält. Im folgenden wird der massive Missbrauch ehrenwerter Putzmittel im Modellbau beschrieben - empfindliche Gemüter lesen also besser nicht weiter :-)

In vielen vorwiegend amerikanischen Publikationen und Internetseiten zum Thema Modellbau wird ein Produkt namens "Future" erwähnt - anscheinend ein wahres Wundermittel für Finishing, Decaling und Weathering von Modellen. Worum es dabei genau geht, ist u.a. auf http://www.swannysmodels.com/TheCompleteFuture.html nachzulesen.

Der Haken an der Sache: "Future" ist in Deutschland kaum zu bekommen. Als Alternative bietet sich ein Produkt namens "Emsal Glänzer Strapazierglanz" an - und das habe ich jetzt mal einem kurzen Anwendungstest unterzogen, den ich Euch nicht vorenthalten möchte.

1. Auftrag

Grundsätzlich lässt sich Glänzer sowohl mit der Airbrush als auch mit dem Pinsel auftragen, wobei ich persönlich den Auftrag mit dem Pinsel in zwei nassen Schichten am einfachsten und überzeugendsten fand (Trockenzeiten beachten!). Die Beschichtung ist hervorragend selbstnivellierend, d.h. Bläschen, Pinselspuren im Auftrag und auch kleinere Kratzer in der zu beschichtenden Oberfläche verschwinden von alleine. Das optimale Resultat bekommt man auf waagrechten und (ganz wichtig!) perfekt sauberen und fettfreien Oberflächen.

Die Bearbeitungszeit beträgt etwa 10 Minuten je nach Schichtdicke, berührtrocken ist die Schicht nach 2 - 3 Stunden, komplett durchgetrocknet erst nach 24 Stunden (immer abhängig von der Schichtdicke). Ein zweiter Auftrag kann bereits nach 12 Stunden erfolgen.

Das Resultat nach zwei Schichten ist eine sehr glatte, seidenglänzende und mechanisch strapazierfähige Oberfläche - einfach mit dem Pinsel und ganz ohne Zwischenschleifen oder andere aufwändige Aktionen.

2. Decaling

In der Yahoo-Group "buildingsandstructures" findet sich folgendes Zitat zum Decaling mit Future: "Soak decal in water. Put on towel paper until loose. Put down a puddle of Future. Place decal. Remove excess with a paper towel, carefully. Once decal has set up a bit, come back with a paint brush loaded with more Future. That's it. No setting solution. Future will suck decals down into bricks and stonework." In aller Kürze: das kann ich für Glänzer nicht bestätigen!

Glänzer bietet einen tollen, da sehr glatten, Untergrund für Decals und nachher eine gute Glanz- und Schutzsicht darüber, Ränder und Glanzunterschiede verschwinden. Aber: auf unebenen Oberflächen wie z.B. einer Nietreihe führt an einem guten Weichmacher (ich verwende Mr. Mark Softer von Gunze) kein Weg vorbei. Verträglichkeit mit Glänzer: problemlos (wenn die Trockenzeiten beachtet werden).

3. Wechselwirkung mit anderen Substanzen

Getestet habe ich hier sowohl den Auftrag diverser Substanzen auf einer 24 Stunden durchgetrockneten Schicht Glänzer als auch den Auftrag von Glänzer auf den ebenfalls durchgetrockneten Substanzen. Alle Testfarben wurden mit dem Pinsel aufgetragen. Resultat:
  • Isopropanol (Alkohol) 70 %: löst Glänzer, ohne Rückstände zu hinterlassen; trocken problemlos wieder überstreichbar
  • Nitroverdünnung: löst Glänzer und hinterlässt einen rauen, klebrigen Film; auch nach vollständigem Durchtroknen nicht wieder überstreichbar. Die neue Schicht Glänzer bildet eine Art "Orangenhaut".
  • Acrylfarbe (Vallejo Model Air): in beide Richtungen problemlos; allerdings sind aufgrund der glatten Oberfläche zwei Schichten Farbe notwendig, um eine vollständige Deckung zu erreichen.
  • Enamel (Humbrol): ebenfalls unproblematisch, wenn man zügig und ohne zusätzliche Lösungsmittel arbeitet. Terpenol als Verdünnung sollte gehen, habe ich aber nicht getestet. Trocken problemlos überstreichbar.
  • Acryllack (Vallejo Varnish): gibt auf Glänzer ein passables seidenmattes oder mattes Finish, ggfs. zwei Aufträge erforderlich.
  • Laquer matt (Testor / Model Master Dullcote): mein Favorit für ein komplett mattes Finish auf Glänzer in einem Durchgang. Auch hier gilt: leicht anlösend, also zügig und nicht zu nass arbeiten.

4. Weathering

Hier geht es in erster Linie um die Anwendung von Washes, also stark verdünnten Farbbädern. Voraussetzung: eine glatte (in der Regel also doppelte) und gut durchgetrocknete Schicht Glänzer, und ein Wash ohne aggressive Lösungsmittel (s. oben). Gute Resultate habe ich mit stark verdünnter Airbrush-Acrylfarbe (Lösungsmittel: Wasser) oder den vorgefertigten Vallejo-Washes erzielt.

Auf der glatten Oberfläche haftet die verdünte Farbe kaum und bleibt länger nass - die Folge: sie sammelt sich in Fugen, Ecken und Vertiefungen wie z.B. Lüftergittern und lässt sich von den Flächen leicht abwischen. Ein abschließender Überzug mit Dullcote versiegelt die Farbe und bietet einen griffigen Untergrund für andere Alterungstechniken wie z. B. Pulverfarben.

In diversen Artikeln wird der Einsatz von Künstler-Ölfarbe für Washes erwähnt. Die gibt es mittlerweile auch in wasserverdünnbarer Form - ob das funktioniert, werde ich später testen. Bericht folgt.


5. Fazit

Glänzer ist eine preiswerte, einfach anwendbare Lösung für verschiedene Anwendungen von der Flächenversiegelung über Decals bis hin zum Weathering. Mir hat besonders die simple Verarbeitung mit dem Pinsel gefallen. Ein "Wundermittel" ist es aber nicht - fast alle oben beschriebenen Aufgaben lassen sich auch mit konventionellen Acryllacken lösen. Und wer's eilig hat, greift aufgrund der langen Trockenzeiten sowieso besser zu anderen Produkten.

Wer's jetzt ausprobieren möchte: Glänzer gibt's unter anderem bei Edeka und Marktkauf für ca. 5 € pro Liter.

Mittwoch, 8. Dezember 2010

Unterhausen Terminal geht in Betrieb

Die Arbeiten am neuen Containerumschlag "Unterhausen Terminal" sind abgeschlossen - in der vergangenen Woche begann der Ladebetrieb. Dabei kommt anstelle einer teuren und platzintensiven Überladebrücke ein sog. Reach-Stacker zum Einsatz, der einen flexiblen Betrieb zu geringen Kosten erlaubt. Lieferant des Reach-Stackers ist der renommierte Baumaschinenhändler DM-Toys aus Viersen.

Reach-Stacker im Einsatz im Containerterminal
Diese Lösung machte den weitgehenden Erhalt der historischen Bausubstanz und den bedarfsweisen Weiterbetrieb der Kopf- / Seitenrampe möglich, die sonst dem Bagger zum Opfer gefallen wären. Lediglich das alte Kopfsteinpflaster im Bereich des Containerumschlags musste durch einen neuen Belag aus Betonplatten ersetzt werden.

Mit der Inbetriebnahme des Terminals wurde ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zur Fertigstellung des Projektes "Unterhausen 21" erreicht, das eine umfassende Modernisierung des aus den 1920er Jahren stammenden Bahnhofs vorsieht.

Mittwoch, 1. Dezember 2010

Projekt Unterhausen 21

Im Jahre 2008 entschied die württembergische Direktion der deutschen FREMObahn, den seit etlichen Jahre stillgelegten Bahnhof Unterhausen zu reaktivieren und zu modernisieren... so könnte eine Geschichte zum Projekt "Unterhausen 21" anfangen.

Ehemalige Ladestraße (jetzt Unterhausen Terminal), ca. 1965
FREMO-Treffen Oberursel 2001, Foto: Martin Fay

Worum geht es wirklich? Um den Umbau eines Modulbahnhofs, den mein Freund Ralf R. für den Spur N-Modulbetrieb des MEC Herrenberg und Gäu (dem wir damals beide angehörten) gebaut hatte. Nach dem Wechsel unserer Aktivitäten zum FREMO wurde Unterhausen auch dort noch einige Male eingesetzt, bis er 2002 vorläufig "aus dem Verkehr gezogen" wurde. 2008 habe ich den Bahnhof übernommen und mit der Modernisierung begonnen, um ihn auch in den neuen, digitalen Zeiten einzusetzen, die mittlerweile angebrochen waren.

Dazu waren bzw. sind folgende Arbeiten notwendig:
  • Umbau der Elektrik von der ursprünglichen analogen Z-Schaltung aus zahlreichen "Klingeldrähten" und Kippschaltern auf eine vereinfachte, robuste Verkabelung mit einer für den Digitalbetrieb ausreichend dimensionierten Busleitung
  • kleinere Reparaturen und eine Umlackierung der Modulkästen von MECH-Grün auf ein neutrales Mittelgrau
  • Umbau der Gleisanlagen und der bahntechnischen Einrichtungen für das neue Einsatzgebiet des Bahnhofs: Betrieb in der aktuellen "Epoche 5" mit Schwerpunkt auf dem Güterverkehr. Diese Arbeiten sollen dabei so schonend wie möglich ausgeführt werden, da das hohe Niveau von Ralf's Modellbau gravierende Eingriffe verbietet (ich komme da nämlich nicht ran ;-).
Ausserdem werden irgendwann mal noch zwei Übergangsmodule von den 35 cm breiten MECH- auf 40 cm FREMO-N90-Kopfstücke entstehen; bis dahin erlauben zusätzliche Bohrungen einen Einsatz des Bahnhofs im Modularrangement.

Im ersten Bauabschnitt wird der an der östlichen Ausfahrt liegende Güterbahnhof überarbeitet; dabei entsteht unter anderem ein neues Containerterminal eines privaten Betreibers ("Unterhausen Terminal") aus der alten Ladestraße. Diese Arbeiten sollen bis zum Jahresende 2010 abgeschlossen sein, dann geht's an den eigentlichen Bahnhof.

Mittwoch, 3. November 2010

Herbstfarben auf der Teck


Herbstfarben auf der Teck
Originally uploaded by gaeubahn

Am 01.11. haben wir den zunächst letzten schönen Tag genutzt und einen Spaziergang auf die Teck gemacht - dabei sind einige tolle Bilder in leuchtenden Herbstfarben entstanden. Bitte auf das Bild klicken, um mehr zu sehen...

Sonntag, 14. März 2010

FREMO-Treffen Nied 2010 - Video

Videosequenz vom FREMO-Treffen in Frankfurt-Nied, 12.-14.März 2010. Moderne Bahn in Spur N mit Schwerpunkt Montanverkehr. Mehr zum Treffen und zum Thema unter http://www.n-bahn.net

Video sequenz from the FREMO-Meeting in Frankfurt, Germany. Topic: modern german railways with the emphasis on steel and coal. Find out more under  http://www.n-bahn.net  



Montag, 1. März 2010

Fahrzeuge und Figuren...

(english version below)

...machen eine Modellszene oder ein Modul erst "rund". Und genau damit habe ich mich an diesem Wochenende beschäftigt. Vier meiner insgesamt sechs N-Module (die, die am übernächsten Wochenende auf dem FREMO-Treffen in Nied zum Einsatz kommen werden), bekamen den letzten Schliff.

Die Bilder in diesem Post sollen einen ersten Eindruck vermitteln; die komplette "Fotostrecke" inklusive Luftaufnahmen der Module gibt's in meinem Webalbum.

Vehicles and people...

that's what gives a modelled scene life. And that's exactly what I kept myself busy with this weekend. Four of my six N-scale modules (which will bei part of the FREMO meeting in Frankfurt-Nied) got the last details.

See the complet picture series including"aerials" of the modules on my web album!