Mittwoch, 8. Dezember 2010

Unterhausen Terminal geht in Betrieb

Die Arbeiten am neuen Containerumschlag "Unterhausen Terminal" sind abgeschlossen - in der vergangenen Woche begann der Ladebetrieb. Dabei kommt anstelle einer teuren und platzintensiven Überladebrücke ein sog. Reach-Stacker zum Einsatz, der einen flexiblen Betrieb zu geringen Kosten erlaubt. Lieferant des Reach-Stackers ist der renommierte Baumaschinenhändler DM-Toys aus Viersen.

Reach-Stacker im Einsatz im Containerterminal
Diese Lösung machte den weitgehenden Erhalt der historischen Bausubstanz und den bedarfsweisen Weiterbetrieb der Kopf- / Seitenrampe möglich, die sonst dem Bagger zum Opfer gefallen wären. Lediglich das alte Kopfsteinpflaster im Bereich des Containerumschlags musste durch einen neuen Belag aus Betonplatten ersetzt werden.

Mit der Inbetriebnahme des Terminals wurde ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zur Fertigstellung des Projektes "Unterhausen 21" erreicht, das eine umfassende Modernisierung des aus den 1920er Jahren stammenden Bahnhofs vorsieht.

Mittwoch, 1. Dezember 2010

Projekt Unterhausen 21

Im Jahre 2008 entschied die württembergische Direktion der deutschen FREMObahn, den seit etlichen Jahre stillgelegten Bahnhof Unterhausen zu reaktivieren und zu modernisieren... so könnte eine Geschichte zum Projekt "Unterhausen 21" anfangen.

Ehemalige Ladestraße (jetzt Unterhausen Terminal), ca. 1965
FREMO-Treffen Oberursel 2001, Foto: Martin Fay

Worum geht es wirklich? Um den Umbau eines Modulbahnhofs, den mein Freund Ralf R. für den Spur N-Modulbetrieb des MEC Herrenberg und Gäu (dem wir damals beide angehörten) gebaut hatte. Nach dem Wechsel unserer Aktivitäten zum FREMO wurde Unterhausen auch dort noch einige Male eingesetzt, bis er 2002 vorläufig "aus dem Verkehr gezogen" wurde. 2008 habe ich den Bahnhof übernommen und mit der Modernisierung begonnen, um ihn auch in den neuen, digitalen Zeiten einzusetzen, die mittlerweile angebrochen waren.

Dazu waren bzw. sind folgende Arbeiten notwendig:
  • Umbau der Elektrik von der ursprünglichen analogen Z-Schaltung aus zahlreichen "Klingeldrähten" und Kippschaltern auf eine vereinfachte, robuste Verkabelung mit einer für den Digitalbetrieb ausreichend dimensionierten Busleitung
  • kleinere Reparaturen und eine Umlackierung der Modulkästen von MECH-Grün auf ein neutrales Mittelgrau
  • Umbau der Gleisanlagen und der bahntechnischen Einrichtungen für das neue Einsatzgebiet des Bahnhofs: Betrieb in der aktuellen "Epoche 5" mit Schwerpunkt auf dem Güterverkehr. Diese Arbeiten sollen dabei so schonend wie möglich ausgeführt werden, da das hohe Niveau von Ralf's Modellbau gravierende Eingriffe verbietet (ich komme da nämlich nicht ran ;-).
Ausserdem werden irgendwann mal noch zwei Übergangsmodule von den 35 cm breiten MECH- auf 40 cm FREMO-N90-Kopfstücke entstehen; bis dahin erlauben zusätzliche Bohrungen einen Einsatz des Bahnhofs im Modularrangement.

Im ersten Bauabschnitt wird der an der östlichen Ausfahrt liegende Güterbahnhof überarbeitet; dabei entsteht unter anderem ein neues Containerterminal eines privaten Betreibers ("Unterhausen Terminal") aus der alten Ladestraße. Diese Arbeiten sollen bis zum Jahresende 2010 abgeschlossen sein, dann geht's an den eigentlichen Bahnhof.